16.07.2026 | Die Entscheidung der CDU-Verkehrssenatorin, die autofreie Friedrichstraße wieder in eine stark befahrene Straße zu verwandeln, hat sich als Fehlgriff erwiesen. Weiterhin müssen Läden in der Friedrichstraße aufgeben und es zeigt sich immer deutlicher, dass der enge Fußgänger*innenraum für die Menschen nicht attraktiv ist. Die Friedrichstraße ist durch die Entscheidung des Verkehrssenats wieder zu einem unwirtlichen und von Autos verstopften Bereich geworden. Dies zeigt auch der gescheiterte Versuch, die Gewerbeimmobilie „Quartier 206“ zu versteigern.
Aktuell bietet die Friedrichstraße für Menschen keine ausreichende Qualität zum Verweilen und Entspannen. Vielmehr ist die Friedrichstraße im Jahr 2024 im bundesweiten Ranking der Straßen auf Platz acht mit den meisten Verkehrsunfällen mit Personenschaden aufgeführt.
Schon 2021 hatten die NaturFreunde Berlin in einem Positionspapier gefordert, dass die Friedrichstraße zur Flaniermeile für Fußgänger*innen ausgebaut wird. Ziel muss weiterhin sein, die Friedrichstraße so umzugestalten, dass Fußgänger*innen und die sich dort bewegenden und Erholung suchenden Menschen im Vordergrund der Veränderungen stehen. Die NaturFreunde Berlin sprechen sich deshalb für die Schaffung einer Fußgänger*innenzone in der Friedrichstraße aus und fordern die Neuplanung der autofreien Friedrichstraße allein für die Fußgänger*innen.
aus: WanderfreundIn 02-2026

