05.03.2026 | Eine großartige Demonstration mit 10.000 Teilnehmer*innen war die Demonstration gegen die Wehrpflicht in Berlin. Mit dem Leittransparent und dem Motto „Die Reichen wollen Krieg. Die Jugend eine Zukunft“ zogen die Teilnehmer*innen vom Potsdamer Platz bis zum Oranienplatz in Kreuzberg. Auch die NaturFreunde Berlin haben sich an der Mobilisierung der Demonstration aktiv beteiligt. NaturFreund*innen aus verschiedenen Ortsgruppen aus Berlin waren an der Demonstration beteiligt.
Die Demonstration war geprägt von Schüler*innen aus zahlreichen Schulen Berlins. Mit vielen kreativen selbstgemalten Schildern zogen die Schüler*innen durch die Berliner Innenstadt. Auf den Schildern war zu lesen „Friedrich Merz an die Front“, „Die Waffen liefern die Reichen, die Völker liefern die Leichen“, „Frieden schaffen, ohne Waffen“, „Unsere Zukunft ist kein Schlachtfeld“, „Keine Wehrpflicht“ oder „Bildung statt Waffen“.
Bei der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz sprachen Schüler*innen aus unterschiedlichen Schulen und politischen Strukturen. Zur Demonstration aufgerufen hat das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in dem deutschlandweit mehr als 100 Schulstreikinitiativen zusammengeschlossen sind.
Während der Demonstration wurden Slogans wie „Unser Leben kriegt ihr nicht!“ oder „Wir sind jung, wir sind laut, weil ihr uns das Leben raubt!“ gerufen. Deutschlandweit wurde heute in über 90 Städten gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert. Ein schöner Slogan war auch auf dem Transparent der „Pädagog:innen gegen Wehrflicht zu lesen: „Meine Klasse kriegt ihr nicht!“.
An der Demonstration haben sich auch Initiativen und Organisationen der Friedensbewegung, wie die NaturFreunde, IPPNW, DFG-VK oder Attac beteiligt. Auch der Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin und die Gewerkschaft GEW waren an der Demonstration beteiligt. Vielen linke Organisationen und Initiativen und auch das „Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion“ war bei der Demonstration dabei. Mit dem Slogan „Geld für den Kiez – statt Waffen für den Krieg“ machten sie ihre Position sichtbar.
Der zweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht in Berlin konnte an den großen Erfolg der ersten Demonstration anschließen und zeigt, dass sich die Jugendlichen nicht für den Einsatz beim Militär missbrauchen lassen wollen.
Die GEW Berlin erklärt ihre Solidarität mit den streikenden Schüler*innen. Die GEW ist gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, gegen die zunehmende Militarisierung im Bildungsbereich und fordert Investitionen in Bildung statt Aufrüstung. Sie unterstützt Mitglieder, die sich an den Protesten beteiligen, und tritt für friedenspädagogische Arbeit sowie gewerkschaftliche Kooperationen gegen die Wehrpflicht ein.

