17.03.2026 | Letzten Jahr waren in Berlin 11.954 Haushalte von Stromsperren betroffen. Das waren deutlich mehr als 2024, in denen 9.731 Haushalte davon betroffen waren. Darüber hinaus drohte der Grundversorger Vattenfall in 75.440 Fällen Stromabnehmer*innen eine Stromsperre an, da sie mit der Bezahlung der Rechnungen in Verzug waren.
Auch die Gasversorgung wurden in Berlin im letzten Jahr bei 1244 Haushalten unterbrochen. Für Haushalte, die ohne Strom und Gas leben müssen, bedeutet dies einen faktischen Entzug der Beteiligung am gesellschaftlichen Leben. Menschen können ihre Handys nicht mehr laden, kein warmes Mittagessen mehr kochen, die Kinder können keine Freund*innen einladen.
Die NaturFreunde Berlin machen deshalb deutlich, dass Menschen ein Recht auf Energie haben müssen, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Vom Berliner Senat fordern die NaturFreunde, dass Menschen, die in Energiearmut fallen, nicht durch Strom- und Gassperren ausgegrenzt werden dürfen. Die NaturFreunde setzen sich für eine deutliche Verbesserung der Hilfsangebote für Menschen ein, die von Strom- und Gassperren betroffen sind. Durch die hohen Energiepreise fallen immer mehr Menschen in Energiearmut. Um das zu verhindern, müssen neue Hilfsangebote für einkommensbenachteiligte Haushalte aufgelegt werden.
aus: WanderfreundIn 01-2026

