09.07.2026 | Straßen sind das größte öffentliche Raumangebot unserer Städte. Dennoch werden sie noch immer überwiegend vom motorisierten Individualverkehr dominiert. Fahrbahnen und Parkplätze nehmen einen Großteil der Flächen ein, während Orte zum Spielen, Verweilen, für Kultur oder nachbarschaftliche Begegnungen häufig fehlen. Die NaturFreunde Berlin fordern deshalb eine konsequente Neuverteilung des öffentlichen Raums: Straßen müssen wieder den Menschen gehören.
„Eine lebenswerte Stadt erkennt man nicht an der Zahl ihrer Autos, sondern daran, wie gut sich Menschen im öffentlichen Raum begegnen können“, erklären die NaturFreunde Berlin. Straßen sollen Orte des Miteinanders sein – mit Platz für Kinder zum Spielen, für ältere Menschen zum Ausruhen, für Nachbarschaftsfeste, Straßenmusik, Tanz und kulturelle Veranstaltungen. Wo Menschen zusammenkommen, entsteht Zusammenhalt. Genau dafür braucht es öffentliche Räume.
Zahlreiche Beispiele aus Berlin und anderen europäischen Städten zeigen, dass eine andere Nutzung des Straßenraums möglich ist. Temporäre Spielstraßen, Kiezblocks, Parklets oder autofreie Aktionstage machen deutlich, wie schnell Straßen zu lebendigen Treffpunkten werden können. Wo weniger Autos fahren, entstehen mehr Sicherheit, bessere Luft, weniger Lärm und mehr Lebensqualität.
Die Umgestaltung der Straßen ist zugleich ein wichtiger Baustein für die sozial-ökologische Verkehrswende. Wer dem Fuß- und Radverkehr sowie Bussen und Bahnen Vorrang einräumt, schafft nicht nur klimafreundliche Mobilität, sondern gewinnt auch wertvolle Flächen für Grün, Aufenthalt und Begegnung. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze sind entsiegelte Bereiche, Bäume und schattige Aufenthaltsorte unverzichtbar.
Die NaturFreunde Berlin rufen deshalb dazu auf, sich gemeinsam für eine menschenfreundliche Stadt einzusetzen. Straßen dürfen nicht länger ausschließlich dem Verkehr dienen. Sie müssen Orte des Lebens werden – Räume für Gespräche, Spiel, Bewegung, Kultur und Demokratie.
Deshalb laden die NaturFreunde Berlin herzlich zur Demonstration und Straßenaktion ein:
📅 Samstag, 11. Juli 2026
🕑 14:00 bis 18:00 Uhr
📍 Vor der Ferdinand-Freiligrath-Schule, Bergmannstraße 64
Unsere Forderung ist klar: Straßen für die Menschen! Straßen als Begegnungsräume zum Spielen, Verweilen und Tanzen. Eine Stadt, die ihren öffentlichen Raum gerecht verteilt, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, schützt das Klima und verbessert die Lebensqualität aller. Dafür lohnt es sich, gemeinsam auf die Straße zu gehen und die Verkehrswende aktiv einzufordern.
Straßen für die Menschen – Berlin braucht mehr Räume für Begegnung statt mehr Platz für Autos
Berlin steht vor einer Richtungsentscheidung: Soll der öffentliche Raum weiterhin überwiegend dem Autoverkehr dienen oder endlich den Menschen? Die NaturFreunde Berlin sind überzeugt: Straßen müssen wieder zu Orten werden, an denen sich Menschen begegnen, Kinder spielen, Nachbarschaften zusammenkommen und Kultur im öffentlichen Raum stattfinden kann.
Während der Berliner Senat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte zur Verkehrsberuhigung ausgebremst oder infrage gestellt hat, zeigen viele Initiativen und Kieze, dass eine andere Stadt möglich ist. Kiezblocks, temporäre Spielstraßen, Parklets und autofreie Aktionstage haben eindrucksvoll bewiesen, wie schnell Straßen zu lebendigen Aufenthaltsräumen werden können. Wissenschaftliche Untersuchungen bescheinigen verkehrsberuhigten Quartieren mehr Verkehrssicherheit, eine höhere Aufenthaltsqualität und eine breite Zustimmung der Anwohnerinnen und Anwohner.
„Die Straße ist kein Parkplatz, sondern der größte öffentliche Raum unserer Stadt“, erklären die NaturFreunde Berlin. Trotzdem wird der überwiegende Teil der Straßenflächen noch immer für fahrende oder parkende Autos genutzt. Für Kinder fehlt der Platz zum Spielen, für ältere Menschen sichere Aufenthaltsbereiche, für Nachbarschaften Orte zum Verweilen und für Kultur häufig jede Möglichkeit.
Die NaturFreunde Berlin fordern deshalb eine konsequente Verkehrswende, die den öffentlichen Raum gerecht verteilt. Gehwege müssen breiter werden, sichere Radwege selbstverständlich sein und Bus und Bahn konsequent Vorrang erhalten. Gleichzeitig braucht Berlin mehr Stadtgrün, Sitzgelegenheiten, schattenspendende Bäume sowie Flächen für Spiel, Sport, Straßenmusik und Tanz. Straßen sollen wieder Orte werden, an denen Menschen gerne Zeit verbringen – nicht nur Orte, die möglichst schnell durchquert werden.
Gerade angesichts der Klimakrise gewinnt diese Umgestaltung zusätzlich an Bedeutung. Entsiegelte Flächen, neue Bäume und weniger Autoverkehr verbessern das Stadtklima, reduzieren Hitzeinseln, senken die Lärmbelastung und erhöhen die Lebensqualität für alle Berlinerinnen und Berliner.
Die NaturFreunde Berlin rufen deshalb dazu auf, gemeinsam für eine lebenswerte Stadt auf die Straße zu gehen. Öffentliche Straßen gehören allen Menschen. Sie sind Orte der Demokratie, der Begegnung und des Zusammenlebens.
Unsere Botschaft lautet: Straßen für die Menschen! Straßen als Begegnungsräume zum Spielen, Verweilen und Tanzen. Eine Stadt gewinnt nicht durch mehr Verkehr, sondern durch mehr Lebensqualität. Berlin braucht eine Verkehrswende, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – mutig, sozial und klimagerecht.

