30.04.2026 | Anlässlich des 1. Mai singt der NaturFreunde-Chor am 2. Mai 2026 in der Heinrich-Schulz-Bibliothek internationale Arbeiterlieder, die eng mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und der sozialen Kämpfe verbunden sind. Sie spiegeln die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterklasse wider und dienen oft als Ausdruck von Solidarität und Kampfgeist.
Samstag, 02.05.2026
15.00 Uhr
Heinrich-Schulz-Bibliothek, Otto-Suhr-Allee 98, 10585 Berlin (Nähe U-Bahnhof Richtad-Wagner-Platz)
Das bekannteste Kampflied ist die „Die Internationale“. Es ist weltweit verbreitet und steht für den proletarischen Internationalismus. Das darf deshalb im Programm nicht fehlen.
Das Lied „Grândola, Vila Morena“ bezieht sich auf die Solidarität der Landarbeiter in Portugal und – in Anspielung an die Prinzipien der Französischen Revolution – ihre Werte Gleichheit (igualdade) und Brüderlichkeit (fraternidade), bezieht. Es wurde zur Hymne der Nelkenrevolution von 1974. Lieder wie die „Arbeiter von Wien“ oder „Brot und Rosen“ thematisieren den Arbeitsalltag, die sozialen Folgen der Industrialisierung und den Wunsch nach besseren Bedingungen.
Das Lied „Die Moorsoldaten“ ist im Konzentrationslager Börgermoor entstanden und drückt trotz aussichtsloser Lage Hoffnung und Zusammenhalt aus.
Das Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung wurde 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Es wurde damit zu einem besonders zu pflegenden gelebten nationalen Erbe. In ihrer Begründung hebt die Deutsche UNESCO-Kommission die Bedeutung des gesungenen Liedguts für den Zusammenhalt der Völker und das Streben nach Frieden hervor. Das Arbeiterlied bleibe ein Beispiel für gelebte Volkskultur, die sich immer wieder an die zeitgenössischen Umstände anpasst und damit selbst jung hält.
Die NaturFreunde freuen sich über Interesse für den Auftritt des NaturFreunde-Chors. Wer gerne Lieder der Arbeiter*innenbewegung hört ist richtig beim Konzert am 2. Mai.
Chor der NaturFreunde Berlin

