04.07.2026 | In der Landesgeschäftsstelle der Berliner NaturFreunde fand ein besonderer literarischer Abend statt. Vorgestellt wurde dabei das bewegende Buch „Ich zähle noch immer die Tage“. Der Autor, Georgi Bardarov, zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Schriftstellern Bulgariens und lehrt als Professor an den Universitäten in Sofia und Burgas. Seine Schwerpunkte sind dabei u. a. Demografie, ethnische Konflikte und Geourbanistik.
Zur Buchlesung sind zahlreiche NaturFreund*innen gekommen. Nach einer kurzen Einführung zum Buch und Autor konnten die Zuhörenden in die Geschichte eintauchen. Nach einer guten Stunde Lesung bestand die Möglichkeit, sich über die gewonnenen Eindrücke auszutauschen.
In der vielschichtigen Handlung des Buches steht die Belagerung Sarajevos im Krieg in Bosnien und Herzegowina im Mittelpunkt. Es ist vor allem ein Antikriegsroman, der unter die Haut geht und in der heutigen Zeit aktueller denn je ist. Das Werk schildert die zerstörerischen Folgen von Krieg und Gewalt für Menschen und Gesellschaften und setzt damit ein klares Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und Solidarität.
Gerade deshalb hatte die Lesung für die NaturFreunde als Verband, der sich für Frieden, internationale Verständigung und soziale Gerechtigkeit einsetzt, eine besondere Bedeutung. Die Botschaft des Buches regte zum Nachdenken über die aktuellen Herausforderungen für Frieden und Demokratie. Damit leistete die Veranstaltung zugleich – ganz in der Tradition der NaturFreunde – einen Beitrag zur politischen und kulturellen Bildungsarbeit.
Janeta Mileva
aus: WanderfreundIn 02-2026

