04.07.2026 | Für das Jahr 2026 sind in Berlin vom Berliner Senat nur 8,1 Kilometer neue Radwege geplant. 2023 wurden in Berlin noch 26 Kilometer neue Radwege fertiggestellt. Die Zahl zeigt das völlige Versagen des Berliner Senats in der Radverkehrspolitik. Die Grünen-Abgeordnete Oda Hassepaß hat in einer kleinen Anfrage eine Liste der Radverkehrsprojekte in Berlin abgefragt und wollte vor allem auch wissen, welche geplanten Radwege nicht verwirklicht werden.
Viele der neuen Radwege werden aus dem bundesweiten Sonderprogramm „Stadt und Land“ kofinanziert. Mit der Beendigung der Planungen der Radstreifen in der Roedernallee, der Blankenfelder Chaussee, der Friedrichstraße in Charlottenburg, der Lewishamstraße und der Brandenburgischen Straße wurden wichtige Verkehrsachsen für Radfahrende aufgrund der autofixierten Verkehrsplanung des Verkehrssenats gestoppt. Dem Berliner Senat sind derzeit Parkplätze wichtiger als der Schutz von Radfahrenden. Allein durch die Streichung dieser fünf Projekte gehen Berlin vier Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ verloren.
Die NaturFreunde setzen sich dafür ein, dass der schnelle Ausbau von Fahrradinfrastruktur auf den bestehenden Straßen schnellstmöglich wieder aufgenommen wird. Berlin braucht ein grundlegendes Umdenken in der Verkehrspolitik. Die heutige Fixiertheit des Senats auf das Auto muss beendet werden.
aus: WanderfreundIn 02-2026
