17.06.2026 | Die Berliner Compagnie hat wieder eine NaturFreunde-Vorstellung zu ihrem neuen Stück durchgeführt. Mit ihrer Inszenierung „Die georgische Geliebte“ haben Regie und Schauspieler*innen ein beeindruckendes Theaterstück auf die Bühne gebracht. Das Stück zeigt die Widersprüche in der Wahrnehmung der georgischen Verhältnisse auf.
Hintergrund des Stücks sind die Entwicklung des Landes nach dem Zerfall der Sowjetunion. In Georgien gibt es eine große russische Minderheiten und Machtinteressen unterschiedlicher großer Staaten. Einer vernünftigen und friedlichen Lösung stehen der Einfluss Russlands, aber auch das anhaltende Interesse der USA, diese neuen Staaten aus dem Einflussbereich Russlands zu lösen und in die Nato zu bringen, entgegen.
In eindrucksvollen Bildern und Dialogen zeigen die Schauspieler*innen der Berliner Compagnie, die Zerrissenheit der Erinnerungskulturen in Georgien, aber auch in Deutschland auf. Sie appellieren an die Zuschauenden, sich eine differenziertes Bild über die Situation im Land zu machen und sich mit den unterschiedlichen Positionen kritisch auseinanderzusetzen.
Die Theatervorstellung der Berliner Compagnie war wieder politisches Theater der gehobensten Klasse. Der Regie und der Schauspieler*innen gebührt ein riesiger Dank der NaturFreunde für diese großartige schauspielerischen Leistung, die in der besten Tradition der Aufklärung und der gegenseitigen Verständigung steht.
aus: WanderfreundIn 01-2026

