28.03.2026 | Die NaturFreunde Berlin hatten zu einem Stadtspaziergang mit dem Themenfokus „Wie können Städte klimagerecht gestaltet werden? Tour de Parklet – Parklets in Kreuzberg“ eingeladen. Bei dem Stadtspaziergang besuchten die Interessierten Parklets, die im Rahmen des Programms des rot-rot-grünen Senats bis 2025 in Berlin verwirklicht wurden. Die Route führte von der Skalitzer Straße in die Lausitzer Straße und dann weiter in die Ohlauer Straße. Von dort ging es am Paul-Lincke-Ufer bis zur Lausitzer Straße und dann weiter in die Manteuffelstraße.
Die Tour führte an einem sonnigen Frühlingstag durch Kreuzberg. An allen besuchten Parklets saßen Berliner*innen, welche die Möglichkeit, mitten im Kiez an einem schönen Ort zu sitzen nutzen. Die Nutzung der Parklets zeigte hier deutlich, dass neben dem Verkehrswendeansatz und dem Naturschutzansatz auch die Kommunikation und das Zusammenbringen von Menschen eine wichtige Funktion bei den Parklets erfüllt.
Die Teilnehmenden konnten die verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten von Parklets, sehen und erfuhren bei der Tour viele interessante Neuigkeiten über Stadtgrün, Stadtplanung und Stadtgestaltung.
Am Beispiel der Baumscheiben zeigte der Referent die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten von Baumscheiben auf. In der Reichenberger Straße wurde die Möglichkeit von Entsiegelung und Begrünung mitten in urbanen Zentren am Beispiel der Bepflanzungen in der Straße aufgezeigt.
Der Referent machte deutlich, dass Stadtgrün für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel eine entscheidende Rolle spielt. Grüne Zonen dienen als Feinstaubfilter, erhöhen die Luftqualität und können als Temperaturregulator gerade bei Hitzeperioden eine wichtige Funktion übernehmen. Der Tourenleiter machte während der Tour deutlich, dass das Einstellen des Parklet-Programms durch den neuen Senat aus CDU und SPD eine falsche Entscheidung war. Die NaturFreunde hoffen, das nach den Abgeordnetenhauswahlen im Herbst 2025 im nächsten Jahr, wieder neue Parklets in Berlin als Teil einer Mobilitätswende und gleichzeitig Umsetzung einer Stadt für alle möglich wird.
Uwe Hiksch

