17.03.2026 | Im Jahr 2025 werden rund 60 Milliarden Dollar weniger humanitäre Hilfe von den Staaten des globalen Nordens zur Verfügung gestellt. Die Kürzungen betragen damit etwa ein Drittel aller bisherigen Hilfen. Obwohl mehr als 300 Millionen Menschen weltweit auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, wurden die Mittel trotzdem von den Regierungen und Parlamenten der reichen Staaten zusammengekürzt. So haben alleine die USA ihre humanitären Hilfen um 40 Milliarden Dollar gekürzt, aber auch die Bundesregierung hat im Bundeshaushalt die humanitären Mittel um mehr als zwei Milliarden Euro gesenkt. Aktuell sind im Bundeshaushalt 2025 nur noch eine Milliarde Euro für humanitäre Hilfe vorgesehen – ein Rückgang um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Gleichzeitig wurden die Rüstungsausgaben auf eine historisches Hoch angehoben. Die NATO-Staaten haben beschlossen, die Rüstungsausgaben der Mitgliedstaaten sollen auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts anzuheben. Für die NaturFreunde ist das ein Skandal. Wer Menschen in Not nicht hilft, aber gleichzeitig die Rüstungsausgaben steigert, handelt unverantwortlich. Die NaturFreunde fordern von der Bundesregierung alle Kürzungen für die humanitäre Hilfe zurückzunehmen und ihrer internationalen Verantwortung gerecht zu werden.
aus: WanderfreundIn 04-2025

