22.10.2026 | Das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) hat in seinem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass in Zeiten zunehmender militärischer Aufrüstung das Recht auf Kriegsdienstverweigerung immer mehr unter Druck gerät. Deshalb fordert das EBCO, das Kriegsdienstverweiger*innen, die von Repressalien betroffen sind, das Recht auf Anerkennung als Asylberechtigte erhalten.
Besonders negativ sei die Situation für Kriegsdienstverweigerer in der Türkei, Russland und der Ukraine. In Russland ist für Soldat*innen und Reservist*innen die Verweigerung des Kriegsdienstes untersagt. In der Ukraine und der Türkei gäbe es keine Möglichkeit zur Kriegsdienstverweigerung. In Kiew hat das Oberste Gericht offiziell bestätigt, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Kriegszeiten nicht anerkannt werde. Damit hat das Gericht offiziell gegen internationales Recht verstoßen.
Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf, sich gegenüber allen Staaten für ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung einzusetzen und allen Menschen, die aufgrund ihrer Kriegsdienstverweigerung von Repressalien bedroht sind, ein Recht auf Asyl einzuräumen.
aus: WanderfreundIn 02-2026

