10.03.2026 | Die Demonstration zum Internationalen Frauentag in Berlin war beeindruckend. Mehr als 30.000 Aktive waren zum Oranienplatz in Kreuzberg gekommen um gemeinsam unter dem Motto „feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich“ zu demonstrieren. Das politische und gesellschaftliche Spektrum der Demonstrierenden war sehr breit. Den Organisator*innen der Demonstration war es gelungen, die verschiedenen politischen Gruppen zu einer großen Demonstration gegen die Unterdrückung der Frauen und der Forderung nach Gleichberechtigung in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz zu vereinen. Auch die NaturFreunde Berlin haben zu der Demonstration aufgerufen und sich aktiv an der Demonstration beteiligt.
Die Demo-Wagen waren von gewerkschaftlichen und feministischen Initiativen geprägt. Das zeigte sich auch an vielen Losungen, in denen die Gewerkschafter*innen eine grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen Strukturen und eine Stärkung der Rechte von Frauen einforderten. Mit vielen Transparenten wurde die Sparpolitik der Bundesregierung und des Berliner Senats kritisiert. Die Forderungen machten deutlich, dass sich die Demonstrierenden gegen die radikalen Kürzungen im Sozialstaat wenden und ein Ende der Aufrüstung gefordert.
Heftige Kritik gab es an den Forderungen, das Arbeitszeitgesetz aufzuweichen und den 8-Stunden-Tag als Regelarbeitstag infrage zu stellen. In vielen Reden und auf vielen Transparenten wurden Krieg, Rassismus, Antifeminismus und dem allgemeinen Rechtsruck in der Gesellschaft klare Gegenpositionen entgegengesetzt.
Die Demonstrierenden forderten eine solidarische Gesellschaft, in der Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Menschen (FLINTA) diskriminierungsfrei Leben können und in der die sexuelle Selbstbestimmung geachtet wird.
Die zentralen Forderungen der Demonstration waren:
- Hände weg vom 8-Stunden-Tag!
- Umverteilung von Sorgearbeit – Arbeitszeiten, die zum Leben passen!
- Qualifizierung und Beschäftigungssicherung – damit Frauen nicht zu Verliererinnen der Transformation werden
- Gleichstellung in der Transformation und eine geschlechtergerechte Industriepolitik
- Besseren Schutz vor sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt, auch am Arbeitsplatz!
- Entgeltgleichheit und gute Löhne durch Tarifbindung auf hohem Niveau – überall!
- Solidarität mit streikenden Kolleg*innen – Hände weg vom Streikrecht!
- Diskriminierungsfreie Bildung und Chancengleichheit, nachhaltig finanziert!
- Bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnung in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Soziales!
- Weg mit dem § 218!

