Jump to navigation

Startseite

NaturFreunde Berlin

Suchformular

  • Über uns
    • Geschichte
    • Landesvorstand
    • Geschäftsstelle
    • Ortsgruppen
    • Arbeitsgruppen
    • NaturFreundehäuser
      • Naturfreundehaus Hermsdorfer Fließtal
        • Zimmer
        • Preise
        • Allgemeine Geschäftsbedingungen
        • Fotos NaturFreundehaus
        • Anreise
      • NaturFreundehaus Freibergsee
        • Zimmer
        • Preise
        • Allgemeine Geschäftsbedingungen
        • Fotos NaturFreundehaus
        • Anreise
        • Speisekarte
        • Impressum NfBB Projekt gGmbH
        • Klassenfahrten
          • Klassenfahren Übernachtungsangebot
            • Klassenfahrten Übernachtung mit Programm
    • NaturFreunde-Kita
    • Mitglied werden
    • Magazin
    • Aus dem Verband
      • Stellenangebote
    • FSJ und FÖJ bei den NaturFreunden
    • Naturfreundejugend
      • Naturfreundejugend SOL Berlin
    • Stellenangebote
  • Natursport
    • Gymnastik
    • Schach für Kinder
    • Jogging/Nordic Walking
      • BewegungsTreff
      • LaufTreff
      • Nordisch Laufen
    • Klettern
    • Muay Thai
    • Radfahren
      • Mobile Fahrradwerkstatt
      • Radtour mit Georg
      • Radtouren mit Otto
    • Schneesport
    • Wassersport
    • Wandern
      • FLINTA* Wanderungen
      • Kinderwagen on tour
      • Natura Trails
      • NaturaTrail - Naturschätzen auf der Spur
      • Wandern mit Senior*innen
      • Wanderungen Adelante
      • Wandern in der Stadt
      • Wanderreisen
    • Yoga
  • Umweltschutz
    • AG Artenschutz
    • AG Bienen
    • Umwelt-Arbeitskreis
    • Dein Kiez, Dein Wohnzimmer
    • Klimafreundliches Zusammenleben
    • Lebensmittelpunkt Kleingarten
    • Nachhaltigkeit in der Großstadt
    • Repair-Cafe
    • StadtNatur mitgestalten
    • Projekt Wohin damit?
    • Urban-Gardening-Projekte der NaturFreunde
      • GleisBeet - Urban Gardening
      • Lettegarten - Urban-Gardening im Lettekiez
      • Moabiter Stadtgarten
  • Themen
    • Antifaschismus
    • Berlin postkolonial
    • Antirassismus
      • AG Geflüchtete
    • Energiepolitik
      • Anti-Atom-Arbeit
      • Anti-Kohle-Arbeit
    • Friedenspolitik
    • Gerechter Welthandel
      • Arbeitsgruppe „Gerechter Welthandel“
    • Internationales/Frieden
      • AK Internationalismus
        • Honduras
        • Kuba
        • Barrow Kunda
    • Klimapolitik
    • Landraub
    • Sportpolitik
    • Stadtentwicklung
      • Recht auf Wohnen
    • Ticketteilen
    • Tourismus
    • Verkehrspolitik
      • Autobahn A 100
      • Radverkehr
      • Straßenbahn
  • Aktiv
    • Angebote für Kinder
      • KreativWerkstatt
      • Umweltdetektive grenzenlos
      • Umweltdetektive2.0
    • Angebote für Senior*innen
    • Arbeitskreis Geschichte
    • Frieden, Freiheit, Brot
    • Galerie
    • Kultur
      • Berliner Compagnie
      • Fotoexkursionen
      • Im Rhythmus der Natur
      • Kultur Konkret
      • NaturFreunde-Chor
      • Tour de Musée
      • Tourenscouts grenzenlos
      • LesensWert
    • NaturFreunde bei Demonstrationen
      • 1. Mai-Demo
      • Luxemburg-Liebknecht-Ehrungen
      • Wir haben es satt!
    • Politische Bildung
      • Bildungs- und Kulturreisen
      • DenkMalTouren
        • Stolpersteintouren
          • Alt-Hermsdorf
          • Lettekiez
          • Hermsdorf
          • Gruppe Mannhart
          • Frohnau
          • Hermsdorfer Damm
      • Frieden konkret
      • Friedenspolitische Stadtrundgänge
      • Marx-Lesekreis
      • Internationalismus konkret
      • Reihe Jugend und Politik
      • Stadtspaziergang
      • Politik Konkret
      • Wissenschaft Konkret
    • Parklets
    • Bündnisarbeit
      • Anti-Atom-Koordination/Anti-Kohle-Koordination
      • Aufstehen gegen Rassismus
      • Berlin Immergrün
      • Berliner Energietisch
      • Bündnis Entsiegelt Berlin
      • Bündnis Pro Straßenbahn
      • Bündnis Schule ohne Militär
      • Bündnis TTIP | CETA | TiSA stoppen!
      • Deutsche Wohnen enteignen
      • Friedenskoordination Berlin (FRIKO)
      • Gedenkort Fontanepromenade 15
      • Keine Autobahnprivatisierung
      • Kohleausstieg Berlin
      • 100 Aktionen Autofrei
    • Zukunftskommission
  • Veranstaltungen
  • Presse

Sie sind hier

  1. Startseite

Obdachlose und wohnungslose Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte schützen jetzt – drohende Katastrophen verhindern!

© #LeaveNoOneBehindNowhere

07.05.2020 | An
Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales
Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

Zur Kenntnisnahme an den Regierenden Bürgermeister, an die Bezirksbürgermeister*innen, an den Finanzsenator Matthias Kollatz und die Fraktionen von CDU, FDP, LINKEN, Grünen und SPD im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Wir fordern die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sowie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung auf, umgehend einen schnellen Soforthilfeplan zur geeigneten Unterbringung obdachloser und wohnungsloser Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte zum Schutz vor der Coronapandemie umzusetzen, die den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und des Arbeitsministeriums für Sammelunterkünfte entspricht. Dazu müssen ungeeignete Massenunterkünfte geschlossen und stattdessen Ferienwohnungen, Businessapartments und Hotels genutzt werden. Zur Umsetzung muss auch unverzüglich die schon lange geplante gesamtstädtische Steuerung zur bedarfsgerechten Unterbringung wohnungsloser Menschen realisiert werden.

Wir laden Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, sowie Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung zu einem Onlinepodium zu unserem 10 Punkte-Soforthilfeplan am Mittwoch, den 29.04.2020 um 10:30 Uhr ein.

 Berlin, 22.04.2020, 00:00 Uhr

1. Das Problem

In Berlin sind mindestens 50.000 [Beleg 1] wohnungslose Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte in zwangsgemeinschaftlichen Massenunterkünften untergebracht. Weitere tausende Menschen sind obdachlos auf der Straße: 1.976 wurden in der sogenannten „Nacht der Solidarität“ am 29.01.2020 erfasst, die tatsächliche Zahl ist weitaus höher, weil viele obdachlose Menschen nicht aufgefunden wurden oder sich bewusst der Zählung entzogen haben.

Auf der Straße lebende Menschen sind im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie eine medizinisch hoch gefährdete Bevölkerungsgruppe mit eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem. Verschärfend kommt hinzu:

Die Essensversorgung durch Tafeln und Suppenküchen ist stark reduziert,

Einnahmen durch Flaschensammeln, Betteln oder Zeitungsverkauf sind kaum noch zu erzielen,

Hygieneregeln sind so gut wie gar nicht einzuhalten.

Weil Einrichtungen geschlossen sind, fehlen Duschgelegenheiten

Der Zugang zu WLAN und Internet und das Aufladen von Smartphones ist kaum noch möglich, die Kommunikation wird extrem eingeschränkt.

Rassistische Übergriffe gegen Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte und ohne Obdach haben sich nach Berichten von Opfern vermehrt.

„Stay at home!“ ist für auf der Straße lebende Menschen nicht möglich.

Eine Übertragung von Corona-Viren ist durch die besonderen Bedingungen in den Einrichtungen für untergebrachte wohnungslose Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte kaum einzudämmen, Sammelunterkünfte sind in dieser Situation eine Katastrophe.

Die Kältehilfe und Massenunterkünfte für Wohnungslose mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte bieten keinen ausreichenden Pandemie-Schutz. Sie dienen im Gegenteil sogar als Brandbeschleuniger zur rapiden Virusverbreitung. Mehrbettzimmer, Gemeinschaftsküchen, Speisesäle und gemeinsame Sanitäranlagen sind in dieser Situation unzumutbar. Die Unterbringungen auf engstem Raum verunmöglichen die Corona-Verordnung von Berlin umzusetzen z.B. einen Abstand von mind. 1,5 m einzuhalten.

Quarantänemaßnahmen in zwangsgemeinschaftlichen Massenunterkünften, die damit einhergehende Gefahr der weiteren Ausbreitung des Virus unter den Bewohner*innen und die daraus resultierenden berechtigten Ängste der betroffenen Menschen sind ein soziales Pulverfass, in dem massive (Re)Traumatisierungen, Gewalttaten und Übergriffe drohen.

Auf der anderen Seite gibt es aus der Zivilgesellschaft viele spontane, kreative und unkonventionelle Ansätze, obdachlose Menschen zu unterstützen. Das sollte unterstützt aber auch kritisch begleitet werden. Was nützt der beste Gabenzaun, wenn es keine Unterbringung im Einzelzimmer gibt?

Seit unserer gemeinsamen Pressemitteilung Menschenleben schützen! Massenunterkünfte auflösen! Wohnungen statt Lager! vom 07.04.2020 [Beleg 2] ist in Berlin wenig passiert.

Politik, Verwaltung, Träger der Wohnungslosenhilfe und die Zivilgesellschaft sind aufgefordert, jetzt gemeinsam zu handeln. Wir haben den Eindruck, dass viele Menschen, die in Politik und Behörden Verantwortung tragen, in diesen Krisenzeiten einfach abgetaucht sind, statt erreichbar zu sein und Initiative zu ergreifen.

Wir können nicht warten, bis die Zahl der Ansteckungen in den Massenunterkünften und auf der Straße explodiert und wohnungslose Menschen aufgrund ihrer besonderen Lebenslage mit dem Tod bedroht sind und somit der bisherige Erfolg der Pandemiebekämpfung für alle in Frage gestellt wird.

Das bisherige Krisenmanagement des Senats für Sammelunterkünfte und Obdachlosenunterbringung hat schwerwiegende Mängel, wie zahlreiche Beispiele zeigen.

Beispiele für ein oft verfehltes Krisenmanagement [Belege hier]
Fallbeispiele verfehltes Krisenmanagement.pdf

Gemeinsamer Brief der Kältehilfe-Einrichtungen in Berlin.pdf

 2. Was jetzt zu tun ist

Wir möchten mit unserem 10 Punkte Plan konkret erläutern, was in Berlin jetzt geschehen muss, um obdachlose und wohnungslose Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte umgehend zu schützen.

1. Das Infektionsschutzgesetz gilt auch für obdachlose und wohnungslose Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus! [Anmerkung]

Deshalb sind alle Menschen, die ohne Obdach auf der Straße oder in Sammelunterkünften mit Gemeinschaftsbädern und/oder -küchen leben, krisenbedingt sofort in Wohnungen, registrierten Ferienwohnungen oder Businessappartments unterzubringen. Die Lagerpflicht für Geflüchtete muss sofort aufgehoben werden (vgl. § 49 Abs. 2 AsylG).
Falls diese Wohnungen und Appartements nicht ausreichen, sind die Menschen möglichst in Hotels mit Appartmentstruktur (individuelle Bad- und Küchenausstattung in Aparthotels), ggf. auch in Hotels mit Zimmern mit eigenem Bad unterzubringen, dabei muss eine niedrige Bewohner*innendichte pro Hotel gewährleistet werden.
Eine umfassende Versorgung ist sicherzustellen, dazu gehört im Bedarfsfall auch eine betreute Drogenabgabe. Für wohnungslose oder obdachlose Menschen mit Behinderungen müssen barrierefreie Ferienwohnungen, Businessappartments oder Hotels garantiert werden. Vorrangig müssen besonders vulnerable Personengruppen und Familien in Appartments untergebracht werden. Alle Unterbringungsformen müssen menschenwürdige und angemessene Qualitätsstandards mit Blick auf Ausstattung, Bausubstanz, Hygiene u.a. erfüllen und unter der Prämisse „Keine Profite mit der Not der Menschen“ angemietet werden.

2. Einzelunterbringung statt Mehrbettzimmer

Das Festhalten am Zusammenlegen nicht in einer Partnerschaft oder Familie zusammenlebender Personen in Doppel- und Mehrbettzimmern in der Corona-Krise verstößt gegen das Abstandsgebot. Alleinstehende dürfen daher nur in Einzelzimmern bzw. -appartments untergebracht werden. Dies schreibt auch der am 16.04.2020 veröffentlichte „Arbeitsschutzstandard COVID 19“ des Bundesarbeitsministeriums BMAS als Infektionsschutzmaßnahmen für Sammelunterkünfte ausdrücklich vor: „Grundsätzlich ist eine Einzelbelegung von Schlafräumen vorzusehen. Eine Mehrfachbelegung von Schlafräumen ist grundsätzlich nur für Partner bzw. enge Familienangehörige statthaft. Es sind zusätzliche Räume zur frühzeitigen Isolierung infizierter Personen vorzusehen.“ [Beleg 3]

3. Individuelle Quarantänen statt Gesamtquarantänen

Wenn in Sammelunterkünften Quarantänemaßnahmen nötig werden, dann sind diese stets als individuelle Einzelquarantänen für Erkrankte und ihre identifizierten Kontaktpersonen in abgeschlossenen Wohneinheiten und Appartments zu realisieren. Zwangs-Quarantänen für komplette Unterkünfte sind unbedingt zu vermeiden, weil sie die Ausbreitung des Virus noch befördern können, statt sie zu begrenzen. Es ist nach § 30 IFSG auch rechtlich unzulässig, Kranke, Ansteckungsverdächtigte und Gesunde gemeinsam in einer Sammelunterkunft für Flüchtlinge unter Quarantäne zu stellen. [Beleg 4] Siehe dazu ausführlich das Positionspapier des Flüchtlingsrates Berlin, „Infektionsschutz und Quarantänemaßnahmen für Geflüchtete in Sammelunterkünften menschenrechtskonform umsetzen“ [Beleg 5]

4. Kältehilfe übergangsweise fortführen

Kältehilfe ist für Zeiten der Pandemie ungeeignet. Die Kältehilfe ist aber als Notlösung so lange weiter zu führen und zu finanzieren, bis die Menschen in Wohnungen, Appartments oder zumindest Hotels untergebracht werden können. Dabei gilt: Die Einrichtungen müssen auch tagsüber offen stehen und den Corona-bedingten Verhaltensregeln angepasst werden. Besondere Teilgruppen (Frauen, Menschen mit Hund, Familien, Alkohol- und Drogenabhängige, psychisch Kranke und Behinderte usw.) sind dabei zu berücksichtigen. Mitarbeiter*innen der Kältehilfe sollen bei der Umsetzung der Vorschläge eingebunden und auch bei veränderten Angeboten weiter beschäftigt werden.

5. Schutz von obdachlosen und wohnungslosen Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte und Mitarbeiter*innen sicherstellen

Auch Haupt- und ehrenamtlich Arbeitende in den Einrichtungen müssen geschützt werden. Das betrifft die Ausrüstung mit Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung, die Aufklärung über Gefahren sowie der Schutz vor Überlastung. Eine angemessene Bezahlung ist zu gewährleisten.

6. Rahmenbedingungen schaffen

Senat und Abgeordnetenhaus müssen die Finanzierung dieser Maßnahmen sicherstellen (Rettungsschirm für wohnungslose Menschen) und soweit nötig die rechtlichen Voraussetzungen schaffen. Die Sozialsenatorin muss zusammen mit den Stadträt*innen der Bezirke, den Trägern der Wohnungslosenhilfe und Trägern der Unterbringungen von Geflüchteten die inhaltliche Koordinierung übernehmen und die erforderliche sachliche, räumliche und personelle Ausstattung bereitstellen.
Wir sind uns der unterschiedlichen Zuständigkeiten im Land Berlin bewusst. Allerdings ist die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Integration für die Lenkung und Führung zuständig – insbesondere in der Krise. Die Bezirksämter mit ihren Verwaltungen sind in einer ausführenden Position. Die Verantwortung, ein Soforthilfeprogramm zu entwickeln und umzusetzen, darf nicht auf die Bezirke abgewälzt werden.
Die von SenIAS seit zwei Jahren vorbereitete „Gesamtstädtische Steuerung zur Unterbringung wohnungsloser Menschen“ muss unverzüglich umgesetzt werden. Schon Im r2g-Koalitionsvertrag von 2016 wurde die Entwicklung einer gesamtstädtischen Steuerung zur bedarfsgerechten Unterbringung von Wohnungslosen unabhängig von ihrer Herkunft als Richtlinie des Regierungshandelns vereinbart. [Beleg 6] Um Qualitätsstandards sicherzustellen und schneller und effizienter auf Notsituationen hinsichtlich der Unterbringung reagieren zu können, sollte das zentrale Belegungsmanagement bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales liegen. Der im Juni 2018 gefasste Senatsbeschluss [Beleg 7] ist bis heute nicht realisiert worden. Die Planungen der Arbeitsgruppe sind laut Zeitplan längst abgeschlossen. Die sofortige Umsetzung ist als Krisenmaßnahme überfällig.

7. Krisenstab einrichten zur Umsetzung von Hilfemaßnahmen

Die Sozialsenatorin muss jetzt einen Krisenstab einberufen, um die notwendigen Maßnahmen mit Bezirksbürgermeistern, Sozialstadträten und LAF abzustimmen. Träger der Wohnungslosenhilfe, der Unterbringungen von Geflüchteten, Wissenschaftler*innen, und Initiativen und Gruppen der Selbstvertretung Wohnungsloser mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte sollen zur fachlichen Unterstützung hinzugezogen werden. Ziel soll es sein sich über die Lage, die Probleme und den Hilfebedarf zu informiert, schnell geeignete Lösungen im Sinne unseres Positionspapiers umzusetzen und dabei transparent und öffentlich zu agieren.

8. Lösungsstrategien entwickeln

Auch unkonventionelle und unübliche Lösungsstrategien zum Schutz der Menschen sollen aufgenommen, geprüft und bei Eignung vorbehaltlos umgesetzt werden. In der „Nacht der Solidarität” Ende Januar 2020 waren mehrere tausend Menschen eingebunden. Diese Bereitschaft zum Engagement könnte reaktiviert werden.

9. Problembewusstsein und Transparenz bei den Einrichtungen

Von Problemen in den Einrichtungen haben wir erst durch Hilferufe der dort Untergebrachten erfahren. Daher fordern wir: Träger, Einrichtungen, Projekte der Wohnungslosenhilfe dürfen Probleme nicht verschweigen, sondern müssen regelmäßig und transparent über die Umsetzung der Corona-Regeln, auftretende Probleme und benötigte Unterstützungsbedarfe berichten.

10. Berichterstattung zur Lage der obdach- und wohnungslosen Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte in Berlin

Wir benötigen eine regelmäßige, wöchentliche koordinierte und transparente Berichterstattung des Senats und der Bezirke zur Situation obdachloser und wohnungsloser Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte angesichts der Corona-Pandemie.

Recht auf Wohnen - Bezahlbare Wohnungen für alle

Unsere grundlegende Forderung nach angemessenen und bezahlbaren Wohnungen für alle bleibt davon unberührt. Sie muss während und nach der Krise umgesetzt werden, denn eine eigene Wohnung ist ein Menschenrecht und notwendige Voraussetzung der Gesundheitsvorsorge.

Der Regierende Bürgermeister fordert von den Berliner*innen: „Jetzt geht es darum, zusammenzustehen und diese Krise gemeinsam zu bewältigen.“ [Beleg 8]
Wir sagen: Das gilt auch für obdachlose und wohnungslose Menschen mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte! Seien Sie solidarisch!

3. Autor*innen

Mitgewirkt an diesem Positionspapier haben neben der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen Vertreter*innen folgender Organisationen und Initiativen (alphabetisch): AK Wohnungsnot, Berliner Obdachlosenhilfe, Bündnis Solidarische Stadt, Flüchtlingsrat Berlin und We’ll Come United Berlin und Brandenburg.

4. Kontakt

wird noch bekannt gegeben

5. Unterstützer*innen (wird fortlaufend erweitert und ergänzt)

Aktive aus der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen

AK Wohnungsnot

Allmende

Amaro Drom e.V.

Amaro Foro e.V.

Armutsnetzwerk

AWO Bayouma Haus

AWO Notübernachtung für Frauen

Be an Angel

Berliner Obdachlosenhilfe

Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Berliner Mieterverein e.V.

Berliner Wohnungslosenparlament in Gründung

Bündnis Mietenwahnsinn

Bündnis Solidarische Stadt

BürgerGenossenschaft Südstern e.V.

Corasol

Der Paritätische Berlin

Each One Teach One (EOTO) e.V.

Ehrenamtliche und Bewohnerinnen der Winternotübernachtung für wohnungslose Frauen Großbeerenstraße

Flüchtlingsrat Berlin e.V.

Gabenzaun.de

GloReiche Nachbarschaft

Initiative Herrmannplatz

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. (ISD)

Kälteschutz im Mehringhof

Kiez Kantine

Kiezanker 36 - Familien-und Nachbarschaftszentrum im Wrangelkiez

Kiezversammlung 44

Klik e.V.

Kollektiv Raumstation

Kontakt- und Beratungsstelle für Geflüchtete und Migrant_innen e.V.

Kotti & Co

Kreuzberger Stadtteilzentrum

Margit Mayer, em. Professorin für Politikwissenschaften, FU Berlin

Menschen aus der Initiativgruppe 'Soziale Vielfalt im Möckernkiez'

Migrationsrat Berlin

Mittelhof e.V.

Moabit hilft

Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.

Nachbarschaftsinitative Bizim Kiez

Nachbarschaftsinitiative Ratiborstraße und Umgebung

NaturFreunde Berlin

Obdachlosen Uni

OraNostra

Pankower Mieterprotest

RAW.Kulturensemble

ReachOut Berlin

Robert Schwind, Vorsitzender AWO Berlin-Spree-Wuhle e.V.

Robert Trettin, stellv. Sprecher der Nationalen Armutskonferenz

Schlafplatzorga

Seebrücke

Solidarity City Berlin

Sprungbrett Zukunft e.V.

Stadtteilarbeit Reichenberger Kiez

Stadtteilbüro Friedrichshain

Staub zu Glitzer (Performance an der Volksbühne 2017)

Straßenfeger

Team Drop Out – Streetwork an Brennpunkten/ Gangway

Vagabundenkongress 2020

Volker Gerloff, Fachanwalt für Sozialrecht

Weglaufhaus Villa Stöckle

We‘ll Come United Berlin und Brandenburg

Willkommen im Westend

Women in Exile

xart splitta e.V.

Zusammenleben Willkommen/Refugees Welcome International
 

Stefan Schneider, Koordination Selbstvertretung Wohnungloser Menschen, stefan.schneider at wohnungslosentreffen.de, 0177 7847 337

Dirk Dymarski, Selbstvertreung Wohnungsloser Menschen, dirk.dymarski at wohnungslosentreffen.de, 0178 9321 661 (ausschließlich per WhatsApp)

Nora Brezger, Georg Classen, Flüchtlingsrat Berlin, buero at fluechtlingsrat-berlin.de, 030 22476311

We’ll Come United Berlin und Brandenburg, 0163 1601 783

Michael Stiefel, Armutsnetzwerk, info at armutsnetzwerk.org, 0176 4902 1237

Tags

    • Recht auf Wohnen
    • Wohnungslosigkeit
    • Sozialpolitik
    • Berlin
    • NaturFreunde

Verwandte Artikel

  • Kein Krieg zwischen USA und Iran!

    © Uwe Hiksch
    14.01.2020 | Mehr als 300 Aktive waren zur Kundgebung vor das Brandenburger Tor gekommen um für eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen dem Iran und der USA zu demonstrieren. Nach der Ermordung des iranischen General Soleimani und dem Abschuss mehrerer iranischer Raketen in Richtung von US-amerikanischen...Weiterlesen
  • Aufruf zur Kundgebung: Kein Krieg zwischen den USA und dem Iran!

    13.01.2020 | 11. Januar 2020 | 11 Uhr | Brandenburger Tor, Berlin Nach dem Mord an dem iranischen General Soleimani droht der Konflikt zwischen den USA und dem Iran endgültig zu eskalieren – beide Seiten drohen einander unverhohlen mit Angriffen. Ein Krieg zwischen beiden Staaten hätte abertausende Tote zur...Weiterlesen
  • Frieden sichern - Gesellschaft gestalten – Klimazerstörung verhindern

    © Uwe Hiksch
    09.01.2020 | Heute stehen die fortschrittlichen Bewegungen weltweit vor einer Vielzahl von Herausforderungen: Die demokratische Gesellschaft wird von rechts angegriffen, die zunehmende Klimakrise gefährdet die Zukunftsfähigkeit ganzer Regionen und die zunehmende atomare und konventionelle Aufrüstung bedroht den...Weiterlesen
  • Berliner Klimatag 2019

    © Hans-Joachim Genzel
    09.01.2020 | Das Thema ‚Klimawandel‘ ist im Jahr 2019 besonders in den Fokus gerückt. Der Klimaschutz wurde von vielen spannenden, neuen Bewegungen geprägt. Zu den wohl bekanntesten gehört die Bewegung ‚Fridays for Future.‘ Neben ‚Fridays for Future‘ stellten sich 50 weitere Organisationen auf dem Berliner...Weiterlesen
  • Demokratie ist keine Verhandlungssache!

    © Uwe Hiksch
    04.01.2020 | In Zeiten, in denen über 20 Prozent der Wähler*innen für eine rechtsextreme Partei stimmen, in denen die Mehrheit der Jugendlichen glaubt, "die Regierung verschweige der Bevölkerung die Wahrheit", und in der nicht zuletzt rassistische und antisemitische Anschläge verübt werden, ist es wichtig,...Weiterlesen
  • Berlin braucht keine IAA: Internationalen Automobil-Ausstellung beenden

    © Uwe Hiksch
    17.12.2019 | Unter dem Motto „#aussteigen – raus aus dem Verbrennungsmotor!“ haben mehr als 17 000 Menschen in Frankfurt am Main mit einer Großdemonstration und einer Fahrradsternfahrt gegen die Internationale Automobilausstellung (IAA) demonstriert. Auch die NaturFreunde Berlin waren mit Aktiven dabei. Sie...Weiterlesen
  • 100 Jahre Frauenwahlrecht

    © NaturFreunde Berlin
    17.12.2019 | Frauen dürfen wählen. Was uns heute selbstverständlich erscheint, war nicht immer so: Erst im Januar 1919 durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal zur Wahl gehen. Dem ging jedoch ein langer Kampf der Frauenbewegung voraus: Olympe de Gouges verfasste 1793 die „Erklärung der Rechte der Frau und...Weiterlesen
  • "Mehr S-Bahn für die Berliner*innen!"

    © Ulrich Dregler auf Pixabay
    04.01.2020 | DGB, BUND und NaturFreunde fordern Änderungen an S-Bahnausschreibung Mehr S-Bahn für die Berliner*innen! – Gemeinsame Resolution des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, des BUND Berlin und der Naturfreunde Berlin zur Ausschreibung der Berliner S-Bahn Berlin wächst, Brandenburg wächst, zumindest im...Weiterlesen
  • Frieden, Freiheit, Brot: NaturFreunde backen ihr eigenes Brot

    © pixabay
    14.01.2020 | Ein neues Angebot bieten die NaturFreunde ab Mai 2020 an. Unter dem Motto „Frieden, Freiheit, Brot“ können Interessierte und NaturFreund*innen einmal im Monat in der Ökobäckerei „Klosterdorfer Drachenbrot“ unseres NaturFreunde-Mitglieds Ariberth Tittlus ihr eigenes nach ökologischen Standards...Weiterlesen
  • Kampagne „Entsiegelt Berlin“ gestartet

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Die NaturFreunde Berlin haben gemeinsam mit dem NABU Berlin und Grünzüge für Berlin die Kampagne „Entsiegelt Berlin“ gestartet. Gemeinsam wollen sich die Verbände erreichen, dass die Flächenpolitik in Berlin konsequent verändert wird. Ziel ist, entsiegelte Flächen in Berlin zu erhalten und...Weiterlesen
  • Berliner Friedensbewegung aktiv

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Mit einem großen Anti-Kriegs-Markt vor dem Brandenburger Tor hat die Berliner Friedensbewegung am 1. September den Antikriegstag begangen. Für das Bündnis „Aktion Aufschrei -Stoppt den Waffenhandel“ sprach Uwe Hiksch und forderte ein grundgesetzlich verankertes Verbot aller Waffenexporte. Gemeinsam...Weiterlesen
  • Kundgebung und Demo für eine Straßenbahn auf dem Ku’damm

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Das Wetter meinte es nicht gut mit den Teilnehmenden an der Demo und Kundgebung: „Schienen auf die Straße! Mit der Straßenbahn auf den Ku‘damm!“. Trotz Regen und kalten Wind fanden sich mehr als 20 Aktive ein, um gemeinsam für eine Straßenbahntrasse auf dem Ku’damm zu demonstrieren. Gemeinsam...Weiterlesen
  • Einladung zur Demo und Kundgebung: Schienen auf die Straße! Mit der Straßenbahn auf den Ku‘damm!

    © Uwe Hiksch
    08.12.2019 | Sonntag, 8.12.2019, um 13.00 Uhr Startpunkt: Wittenbergplatz (U-Bahnausgang West, Fußgängerinsel) Am 8. Dezember geht ein Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden auf die Straße um für einen schnellen Ausbau der Straßenbahn in Berlin zu demonstrieren. Ab 13.00 Uhr wird es Reden von Vertreter*innen...Weiterlesen
  • Kick-off „Autofrei und Spaß dabei!“

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Zu einem ersten 'kick-off' haben sich Interessierte bei den NaturFreunden in der Warschauer Straße getroffen, um die neue Kampagne „Autofrei und Spaß dabei!“ der NaturFreunde Berlin zu diskutieren, Ziele festzulegen und über einen möglichen Kampagnenfahrplan zu reden. Ziel der Kampagne ist, in...Weiterlesen
  • 270 000 Demonstrant*innen beim Berliner Klimastreik

    © Uwe Hiksch
    05.12.2019 | Am Freitag den 20. September war Berlin im Ausnahmezustand. Ein breites NGO-Bündnis, darunter die NaturFreunde, hatte dazu aufgerufen, sich den Streiks der Schüler*innen von Fridays for Future anzuschließen. Der Aufruf wurde erhört. Über 270.000 Menschen versammelten sich im Zuge dessen zum...Weiterlesen
  • 10 Gründe für den Ausbau der Straßenbahn

    © Frank Goyke
    12.12.2019 | Die Baukosten einer Straßenbahn betragen nur ein Zehntel der eines U-Bahnbaus, bzw. ermöglichen zehnmal mehr Strecke für die gleichen Kosten. Wer Geld für den U-Bahn-Bau verschwendet, behindert einen schnellen, flächendeckenden, schienengebundenen Ausbau der ÖPNV in Berlin. Durch geringere...Weiterlesen
  • Lesenswert mit Michael Müller

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Eine interessante Buchvorstellung mit dem Bundesvorsitzenden der NaturFreunde, Michael Müller, fand im Kleinen Buchladen in der Weydingerstraße statt. In der Reihe LesensWert stellte Michael Müller das Buch „Frieden! Jetzt! Überall!“ vor. Das Buch sei der Versuch Autor*innen aus unterschiedlichen...Weiterlesen
  • Neuer Trassenflyer: Trassenvorschlag: Kurfürstendamm - Grunewald

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Schienen auf die Straße! Für ein flächendeckendes Straßenbahnnetz in Berlin Trassenvorschlag: Kurfürstendamm/Grunewald CHANCEN Schienenverknüpfung Ringbahnverknüpfung in die Innenstadt: Die Ringbahn-Haltestelle Halensee erhält eine Schienenanknüpfung (sternförmig) in die Innenstadt und radial nach...Weiterlesen
  • Neuer Trassenflyer: Trassenvorschlag: Hohenzollerndamm - Konstanzer Straße

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Schienen auf die Straße! Für ein flächendeckendes Straßenbahnnetz in Berlin Trassenvorschlag: Hohenzollerndamm / Konstanzer Straße CHANCEN Schienenverknüpfung Ringbahnverknüpfung in die Innenstadt. Die Ringbahn-Haltestelle Hohenzollerndamm erhält eine Schienenanknüpfung (sternförmig) in die...Weiterlesen
  • NaturFreunde-Chor trifft sich zur Probe

    © Uwe Hiksch
    12.12.2019 | Gemeinsam singen und eine schöne Zeit verbringen. Das ist das Ziel des NaturFreunde-Chors. Im Chor werden die Lieder der internationalen Arbeiter*innenbewegung, Lieder aus der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung und internationale Lieder der fortschrittlichen Bewegungen stehen. Alle, die Spaß am...Weiterlesen

Seiten

  • « erste Seite
  • ‹ vorherige Seite
  • …
  • 44
  • 45
  • 46
  • 47
  • 48
  • 49
  • 50
  • 51
  • 52
  • …
  • nächste Seite ›
  • letzte Seite »

Downloads

    • PDF Icon Berlin Wohnungslosigkeit Soforthilfeplan
Mehr auf naturfreunde.de
Naturfreundehäuser
Reiseangebote
Sportausbildungen
Veranstaltungen
  • Mitglied werden
  • Spenden
  • Mitmachen
  • Kontakt aufnehmen
  • Newsletter bestellen
  • NaturFreundehaus Freibergsee
  • NaturFreundehaus Hermsdorf
  • Stellenangebote
  • NaturFreunde Kita
  • Impressum
  • Datenschutz
  • www.naturfreunde.de
  • Flickr
  • YouTube
  • Twitter
  • Facebook
Wir setzen Cookies ein, um die Nutzung unserer Webseite zu analysieren und unseren Service zu verbessern. Durch die weitere Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung