28.02.2026 | Vor 10 Jahren wurde Berta Cáceres, Menschenrechts- und Umweltverteidigerin, indigene Aktivistin, Feministin, in ihrem Haus in La Esperanza in Honduras ermordet. Der politische Femizid folgte einem Mordkomplott zugunsten von Wirtschaftsinteressen, dessen Auftraggeber bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Staatliche Stellen wussten im Voraus von dem Plan, taten aber nichts, um Berta zu schützen. An ihrem 10.Todestag wollen wir gemeinsam Berta Cáceres gedenken sowie vollständige Aufklärung und Gerechtigkeit fordern. Dazu gehört auch die Anerkennung territorialer Rechte indigener Gemeinschaften. Wir protestieren gegen die fortdauernde Kriminalisierung, Bedrohung und Ermordung von Menschenrechtsverteidiger*innen in Honduras und ganz Lateinamerika.
Berta Cáceres war eine mutige Menschenrechtsaktivistin, die sich für die Rechte indigener Völker und den Erhalt ihrer natürlichen Umwelt in Honduras eingesetzt hat. 2012 erhielt sie den Shalom-Preis und wurde vom Umweltpro-gramm der Vereinten Nationen posthum als Champion of Earth 2016 ausgezeichnet. Berta Cáceres organisierte Kampagnen gegen illegale Bauprojekte und leistete Widerstand gegen die Vertreibung von Indigenen. Wegen ihres Engagements wurde sie am Morgen des 2. März 2016 in ihrem Haus von mehreren Bewaffneten ermordet.
Die NaturFreunde Berlin werden am 02.03.2026 um 17.00 Uhr gemeinsam mit CADEHO und der Honduras-Delegation der Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres gedenken.
Es gibt mehrere Redebeiträge. Der NaturFreunde-Chor wird sich mit mehreren Liedern an der Kundgebung beteiligen.
- Montag, 02. März 2026
- Zeit: 17.00 Uhr
- Ort: Forum vor dem Kanzleramt, Willy-Brandt-Straße

