28.02.2026 | Die Bundesregierung will die Speicherung CO2 durch Carbon Capture and Storage (CCS) im Untergrund ermöglichen. Dafür hat die Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) einen Gesetzentwurf vorgelegt, der vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Die Bundesregierung geht dabei den völlig falschen Weg. Sie eröffnet mit der geplanten Gesetzesänderung faktisch die Möglichkeit, ohne größere Einschränkungen die Anwendung von CCS in Deutschland durchzusetzen. Mit der Verpressung von CO2 wird dem weiteren Einsatz von fossilen Energieträgern Tür und Tor geöffnet. Die NaturFreunde fordern, dass nicht weitere Milliarden in diese fossile Sackgasse investiert werden, sondern endlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen und eine Energiewende aktiv vorangebracht werden.
Die NaturFreunde lehnen die CCS-Technik mit sogenannten „CO2-Endlagern“ ab. Mit dieser Technik wird CO2 aus Industrieabgasen einem riesigen Chemie- und Energieaufwand in einem chemischen Verfahren ausgewaschen (Carbon Capture) und dann in einen fast flüssigen Zustand gebracht. Danach wird das CO2 mit hohem Druck in die Erde verpresst. Diese „Endlager“ müssen dann für Jahrtausende dicht sein und das CO2 von der Atmosphäre isolieren. Mit dieser Technik wird jedoch das Risiko auf die nächsten Generationen verlagert. Durch die Verpressung besteht die große Gefahr, dass sich Risse im Boden bilden und das CO2 in großen Mengen wieder an die Atmosphäre abgegeben wird.
Uwe Hiksch
aus: WanderfreundIn 04-2025

