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Die Politik und der Senat müssen ihre Verantwortung wahrnehmen – Wärmegipfel am 29.8.2026 will dafür Druck erzeugen!

© Berliner Energietisch

27.08.2026 | Erklärung seitens des Berliner Energietisches anlässlich der heutigen Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zum Dekarbonisierungsfahrplan des landeseigenen Fernwärmeversorgers Berliner Energie und Wärme AG (BEW)

Die Politik und der Senat müssen ihre Verantwortung wahrnehmen – Wärmegipfel am 29.8.2026 will dafür Druck erzeugen!

Der Dekarbonisierungsfahrplan der Berliner Energie und Wärme GmbH sollte als öffentlicher Aufruf an die Berliner Politik verstanden werden und in zielgerichtete politische Aktivitäten münden: Das städtische Unternehmen stellt klar, dass es unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht bis 2045 klimaneutral werden kann. Damit würde auch Berlin seine Klima- und Nachhaltigkeitsziele nicht erreichen. Dabei ist 2045 bereits sehr spät angesichts der fortschreitenden Erderhitzung und der schwindenden Biodiversität, worunter die global Ärmsten am meisten leiden.

Was die 2024 rekommunalisierte BEW von ihrer Vorgängerin Vattenfall AG vor allem unterscheidet, ist das Interesse am gemeinsamen Suchen nach „… dem, was für die Stadt sinnvoll, verantwort­bar und zukunftsfest ist...“ (CEO Feuerherd), und das Anliegen, die Bezahlbarkeit der Wärme für die Berliner*innen zu sichern. Was das Unternehmen allerdings bisher kaum von Vattenfall unterscheidet, ist das Festhalten an Verbrennungsprozessen, Wasserstoff-Illusionen, Sektorwidersprüchen – so geht z. B. die zentralisierte energetische Verwertung von Biomasse und Müll nicht mit echter Nachhaltigkeit zusammen – und unrealistischen Annahmen. Bereits im Vorwort heißt es: „Am Standort Klingenberg verzichten wir vorerst auf Biomasse – nicht aus ideologischen Gründen, sondern weil technologische Alternativen erkennbar reifen ...“ (ebender). Was heißt „vorerst“ und wieso ist Protest gegen das Verbrennen von Bäumen eine „ideologische“ Frage? Wenn das Unternehmen von einer durchschnittlichen Gebäude-Sanierungsrate von 2,3 Prozent für 2045 ausgeht, während sie gegenwärtig auf 0,7 Prozent verharrt, werden zwei weitere Probleme offenbar: Die erforderliche sozial gerechte Senkung des Wärmebedarfs bzw. Wärmeverbrauchs hängt nicht allein von der BEW, sondern von vielen Akteuren und insbesondere von der Politik ab.

Der Senat bzw. die politischen Akteure des Landes sind also zum einen aufgefordert, der BEW einen genauen politischen Auftrag mit konkreten Zwischenzielen zur Erlangung von Klimaneutralität 2045 zu erteilen. Zum anderen sind sie dazu aufgefordert, jene Bedingungen zu schaffen, die nicht allein seitens des Unternehmens realisiert werden können, um den Auftrag zu erfüllen. Zum dritten müssen sie dafür sorgen, dass die Wärmewende sozial gerecht erfolgt, Energie- und Wohnarmut und deren Ursachen bekämpft werden, und die Lebensbedingungen der Berliner*innen verbessert werden. 

Um das klarzustellen und den erforderlichen politischen Druck zu erhöhen, haben wir gemeinsam mit dem Bund e.V. Berlin einen Vorschlag an die interessierte Zivilgesellschaft formuliert und werden mit verschiedenen Partner*innen einen Wärmegipfel am 29.8.2026 veranstalten.

Pressekontakt:

NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, Tel.: 0176-62015902
Berliner Energietisch, Judith Dellheim, Tel.: 0172-3827941

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    • #Energiewende
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