30.09.2026 | Zu einem Gedenken für Charlotte Eisenblätter trafen sich der NaturFreunde-Chor mit Interessierten aus der Nachbarschaft in der Berliner Siemensstadt. Der NaturFreunde-Chor sang Lieder aus der Arbeiter*innenbewegung. Uwe Hiksch hielt einen kurzen Vortrag über das Leben und Wirken von Charlotte Eisenblätter.
Charlotte Eisenblätter wurde am 7. August 1903 in Berlin-Charlottenburg geboren. Im Jahre 1922 brach sie mit der Kirche und hat sich der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) angeschlossen. Außerdem sympathisierte sie mit der Freidenkerbewegung und trat dem Berliner Touristenverein Die Naturfreunde bei. Charlotte Eisenblätter war aktiv bei den NaturFreunden Berlin.
Charlotte Eisenblätter engagierte sich sofort nach der Machtübertragung an die Nazis im antifaschistischen Widerstand. Sie vervielfältigt antifaschistische Materialien wie den „Informationsdienst”, der über die Verbrechen der Nazis informierte und organisierte geheime Quartiere für Widerstandskämpfer*innen. Nach ihrer Verhaftung musste sie im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück Schwerstarbeit verrichten. Am 25. August 1944 wurde Charlotte Eisenblätter von den Nazis ermordet.
aus: WanderfreundIn 03-2026

