11.01.2026 | Zu einer Neujahrswanderung der NaturFreunde Berlin durch den winterlichen Spandauer Forst trafen sich aktive Wander*innen der NaturFreunde. Gemeinsam ging die Rundwanderung durch den Spandauer Forst von der Bushaltestelle Johannisstift zu den Tiergehegen an der Kuhlake. Der Spandauer Forst ist ein wunderschönes Wandergebiet am Rande von Berlin. Mit 1347 Hektar können eine Vielzahl von verschiedenen Wandertouren geplant werden. Die Neujahrswanderung der NaturFreunde war etwa 12 Kilometer lang. Die ersten Kilometer führten immer an der Kuhlake durch das winterliche Berlin. Die Abwechslung aus Eisflächen und freien Wasser bot den Wandernden wunderschöne Perspektiven. Die Wanderung wurde vom Berliner Wanderleiter Uwe Hiksch geführt.
Der Spandauer Forst wurde über viele Jahrhunderte für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Durch die Grundwassergewinnung Ende des 19. Jahrhunderts für das wachsende Berliner Umland durch das Spandauer Wasserwerk sang der Grundwasserspiegel im Wald bis in die 1970er Jahre um über 70 Zentimeter. Diese massive Absenkung des Grundwasserstandes führte zu einer Austrocknung der Moore und der kleineren Gewässer. Heute ist der Spandauer Fort aufgrund seiner Ausgleichsbewässerung wieder zu einem wunderschönen Sekundärbiotop geworden.
Die Kuhlake ist ein wildromantisches Gewässer, das durch seine Wanderwege ständig neue Perspektiven und Eindrücke ermöglicht. Mit seinen Schilfrohrzonen und abwechslungsreichen Ufern bietet es Wandernden wunderschöne Eindrücke.
Die Wanderung ging bis zum Oberjägerweg über die Schönwalder Allee und den Mauerweg bis an die Havel. Von dort gingt es durch die Neuendorfer Heide bis zur Bürgerablage. Natürlich durfte eine Einkehr im Jagdhaus nicht fehlen. Den Namen Bürgerablage bekam der heutige Strand durch seine Funktion der Holzablage. Hier wurden frisch gefällt Bäume gelagert, die dann über die Havel abtransportiert wurden.
Im Jagdhaus wurden die Wanderden freundlich empfangen und bei einem herzhaften Essen, Kaffee und Kuchen konnten sich alle stärken. Nach der Einkehr im Jagdhaus ging die Wanderung bis zum Teufelsmoor und dann weiter bis zur Bushaltestelle.

