26.07.2026 | Das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) wurde Anfang der 1980er Jahre in Friedrichshain eröffnet und stellt ein herausragendes Bauwerk der 1980er Jahre dar. Seit mehreren Jahren wird das SEZ nicht mehr betrieben. Nach einem langen Gerichtsprozess ist das SEZ heute wieder im Eigentum des Landes Berlin. Nach Jahren der Vernachlässigung wäre das ein Grund zur Freude. Doch nun will der Berliner Senat das SEZ abreißen!
Die NaturFreunde Berlin setzen sich für die Erhaltung und Wiedernutzung dieses wichtigen Infrastrukturprojektes in Berlin für den Breitensport ein. Das SEZ ist mit seinem beeindruckenden Konzept, seiner durchdachten Architektur und seiner Historie einzigartig. Das SEZ hat ein vielfältige Sport- und Erholungsangebot ermöglicht. Dieses Angebot ist heute nötiger denn je. Bei einer wachsenden Bevölkerungsdichte fehlen diese Angebote zunehmend in der ganzen Stadt – vom Schulschwimmen, Vereinssport, über Reha- und Seniorensport bis zum Familienerlebnis für Groß und Klein.
Das Gebäude ist sanierungsbedürftig, aber es ist nicht marode. Es wurde sehr solide gebaut. Die Architektur ist einmalig. Das SEZ hat Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. Gemeinsam mit der Initiative „SEZ für alle!“ und „Gemeingut in BürgerInnenhand“ setzten sich die NaturFreunde für die Erhaltung des Zentrums ein. Die NaturFreunde halten den Abriss des SEZ aus ökologischen, sportpolitischen und sozialen Gründen für falsch. Das Zentrum muss wieder zu einem wichtigen Sportstützpunkt für den Breitensport entwickelt werden. Die NaturFreunde werden nicht hinnehmen, dass das SEZ einfach abgerissen wird. Das SEZ ist ein herausragendes Beispiel für eine denkmalgeschütztes Ensemble und muss erhalten werden. Aus diesem Grund bereiten die NaturFreunde eine Klage gegen den Abriss dieses einmaligen Gebäudes vor. Mit der Klage wollen die NaturFreunde Berlin erreichen, dass das SEZ unter Denkmalschutz gestellt wird und seiner ursprünglichen Nutzung als Ort des Breitensports wieder zugeführt wird.
aus: WanderfreundIn 01-2026

