
Gesellschaftsspiele Sportpolitische Thesen der NaturFreunde Berlin
These 1
Sport und Gesundheit
These 2
Sport und Konkurrenz
These 3
Sport und Geschlechter
These 4
Sport und soziale Ungleichheit
These 5
Sport und Rassismus

Sport & soziale Ungleichheit
Zu den Merkmalen, Symbolen, Praktiken und Lebensweisen, die soziale Klassen voneinander unterscheiden und mit deren Hilfe ihre Angehörigen sich von den jeweils anderen abgrenzen, gehören auch die des Freizeitsports. Die Ausübung des Sports und die dafür notwendigen Ausrüstung sind nach wie vor ein kostspieliges Unterfangen. Selbst klassische NaturFreunde-Aktivitäten sind für Menschen mit geringem Einkommen häufig nicht mehr finanzierbar. Und selten können die Reisepreise mit denen kommerzieller Anbieter mithalten. Ist das „Urlaub für alle“?
Der Körper und sein Gebrauch im Sport sind zu einem Bestandteil des „kulturellen Kapitals“ geworden. Entsprechend ist die Sportpraxis in der Freizeit von Trennlinien durchzogen. Mit der Sportart, die man in der Freizeit ausübt, trägt man heute zur Herstellung der eigenen sozialen Position bei. Traditionell wurde dies durch Herkunft, Bildung und Beruf bestimmt. Ob Extremsport oder Segeln auf dem Gardasee, Fußball, Kickboxen oder Power-Yoga: Sag mir welchen Sport Du treibst und ich sag Dir, wer Du bist. Können wir über die Trennlinien hinaus, Menschen für etwas Neues, Anderes gewinnen?

